Entstehung der FarbtherapieDie Farbtherapie zählt zu den ältesten Behandlungsmethoden der Welt. Während die Mayas, Atzteken und alten Ägypter die Heilkräfte des Lichts seinen göttlichen Eigenschaften zuschrieben, besann man sich in der Neuzeit auf eine mehr wissenschaftliche Erklärung seiner Heilwirkung. Schon Goethe befasste sich Anfang des 19. Jahrhunderts in seinem umfangreichen Werk „Zur Farblehre“ mit der Wirkung der Farben auf die menschliche Psyche. So hat zum Beispiel die Farbe Rot eine anregende Wirkung und Grün eine beruhigende. Doch Farben sind nicht nur in der Lage, unsere Stimmungen zu beeinflussen. Sie besitzen auch auf körperlicher Ebene regulierende Eigenschaften. Auf Grundlage dieser Erkenntnis gründete der Amerikaner Edwin D. Babbit im Jahr 1878 die moderne Farbtherapie.
In den letzten Jahren gewann die Farbtherapie innerhalb der alternativen Medizin zunehmend an Bedeutung. Nicht nur Ärzte und Heilpraktiker, sondern auch Kosmetikerinnen setzen zur Linderung von Hautproblemen, Entspannung und Regeneration immer häufiger Farblicht ein.
Aus Überlieferungen alter Kulturen geht hervor, dass Farben und Licht die Fähigkeit besitzen, regulierend in Körperprozesse einzugreifen. Die Schwingung von Farbe und Licht korrigiert die aus dem Lot geratenen Eigenschwingungen der Körperzellen und stimmt sie auf eine neue, heilsame Frequenz um.
Diese wirkungsvolle und trotzdem sanfte Methode lässt sich hervorragend mit anderen (Haut-) Behandlungsmethoden kombinieren.
Sehr eng mit der Farbtherapie verknüpft ist die Jahrtausende alte, indische Lehre von den Chakras. Diese Energiezentren entlang unserer Wirbelsäule haben Einfluss auf bestimmte, ihnen zugeordnete Organe. Zusätzlich wird jedem Chakra auch eine Farbe zugeschrieben, die regulierend auf das Chakra und damit auf das jeweilige Organ einwirken kann. Westliche Mediziner haben dabei bemerkt, dass unser Drüsensystem auffallende Ähnlichkeiten mit den Chakras besitzt. Ebenso wie die Chakras hat auch jede Drüse Einfluss auf bestimmte Organe. Erstaunlich daran ist, dass jedem Drüsenzentrum ein Chakra zugeordnet werden kann, das die entsprechende Aufgabe erfüllt.
Den sieben Hauptchakras sind folgende Farben zugeordnet:
| Chakra | Farbe | Organ-Zuordnung | |
| Wurzel (Basis-) Chakra | rot | Geschlechtsorgane und -drüsen | |
| Sakral-Chakra | orange | Milz, Bauchspeicheldrüse | |
| Solarplexus-Chakra | gelb | Sonnengeflecht, Nebennieren | |
| Herz-Chakra | grün | Herz, Thymusdrüse | |
| Kehlkopf-Chakra | blau | Schilddrüse | |
| Stirn-Chakra ("3. Auge") | indigo | Zirbeldrüse | |
| Kronen-Chakra | violett | Hypophyse |